Augenlasern: Ablauf der Behandlung

Augenlasern ablauf

Was passiert beim Augenlasern bzw. wie funktioniert Augenlasern eigentlich? Den genauen Ablauf und das genaue Vorgehen beim Augenlasern ist vielen nicht bekannt. Wichtig ist zu wissen, dass Patienten durch eine Augenlaser-OP nicht erblinden können. Es wird nicht an der Netzhaut operiert, sondern lediglich weiter vorne am Auge an der Hornhaut, sodass für ein Erblinden kein Risiko besteht. Wie läuft eine Augenlaser-Behandlung ab?

1. Beratungsgespräch

Bei dem Erstgespräch beim Facharzt werden Ihre Dioptrienwerte sowie weitere gesundheitliche Informationen abgefragt. Durch diese Angaben kann der Arzt feststellen, ob Sie grundsätzlich für eine Augenlaser-OP oder eine Linsenimplantation geeignet wären. Ist dies der Fall, kann auch direkt im Anschluss oder an einem separaten Termin die eingehende Voruntersuchung der Augen vorgenommen werden. Da das Beratungsgespräch in keiner Weise mit der OP in Verbindung steht, ist es vollkommen unverbindlich und verpflichtet Interessenten keinesfalls zu einer Operation. Es dient allein dazu, dass Interessenten alle Ihre Fragen an einen Facharzt adressieren können und nach dem Gespräch sicher sein können, ob eine Behandlung für sie infrage kommt. Für oder gegen eine Behandlung können sich Interessenten hinterher in Ruhe zuhause überlegen.

2. Voruntersuchung

Während beim Beratungsgespräch nur die grundsätzliche Eignung des jeweiligen Patienten festgestellt wird, geht es bei der umfassenden Voruntersuchung um die endgültige Feststellung der Eignung für die Behandlung aus medizinischer Sicht. Diese wird nur durchgeführt, wenn die grundsätzliche Eignung festgestellt wurde und sich die Person operieren lassen möchte. Während das Beratungsgespräch maximal eine Stunde in Anspruch nimmt, sollten Sie für die Voruntersuchung sicherheitshalber 2 Stunden einplanen. Da Ihre Pupillen im Rahmen der Untersuchung geweitet werden müssen und Ihre Augen infolgedessen sehr lichtempfindlich sind, sollten Sie eine Begleitperson dabei haben.
Bei der Voruntersuchung werden neben den aktuellen Dioptrienwerten außerdem die Hornhaut auf ihre Dicke und Unregelmäßigkeiten untersucht, die Pupillengröße und der Augeninnendruck gemessen und der Tränenfilm begutachtet.

3. Die Augenlaser-OP

Für den Tag der OP sollten Sie ebenfalls ca. eine Stunde Zeit einplanen. An diesem Tag müssen Sie eine Begleitperson dabei haben, die Sie nach der Behandlung nach Hause bringen kann.


Wie lange dauert Augenlasern?

Das Augenlasern an sich dauert nur eine knappe halbe Minute. Insgesamt müssen für die OP an sich mit der Vor- und Nachbereitung jedoch ca. 10 bis 15 Minuten eingeplant werden.


Was passiert beim Augenlasern?

Bei der am häufigsten angewandten Augenlaser-Methode, der LASIK, wird zu allererst das Auge lokal mit Tropfen betäubt. Eine Vollnarkose wird nicht angewandt, da jede Vollnarkose ein eigenes Risiko bedeutet und beim Augenlasern nicht nötig ist. Nachdem die lokale Betäubung wird und der Lidsperrer eingesetzt wurde, um die Augen offen zu halten, kann mit der eigentlichen Operation begonnen werden. Bevor mit einem Hornhauthobel (Mikrokeratom) eine dünne Lamelle (Flap) in die Hornhaut geschnitten wird, wird das Auge mit einem Saugring fixiert. Der Flap wird jedoch keinesfalls abgetrennt, sondern lediglich zur Seite geklappt, um Zugang zum Operationsgebiet zu bekommen. Dieser Schritt dauert lediglich ca. 10 Sekunden. Der Laser kann nun das Gewebe von der Hornhaut abtragen, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Dieser Vorgang dauert maximal 30 Sekunden und der Patient spürt nichts von den Laserimpulsen. Diese sind lediglich zu hören. Zuletzt wird die behandelte Fläche gespült und der Flap wieder zurückgeklappt und glattgestrichen.


Wie ist die Sicht direkt nach dem Augenlasern?

Direkt nach dem Lasern wird ein erster Sehtest gemacht, um mögliche Komplikationen auszuschließen. Vorerst ist das Sehen noch leicht milchig und die Augen können ggf. tränen. Bei einer LASIK sollte innerhalb von 12 Stunden die Hornhaut wieder so klar sein, dass bereits an Tag 1 nach der Augenlaser-OP eine Sehleistung von knapp 100 % erreicht werden kann. Lediglich bei älteren Verfahren, wie der PRK oder LASEK, kann der Heilungsprozess länger andauern.

4. Die Nachsorge

Nach dem Augenlasern finden in der Regel 3 umfassende Nachuntersuchungen statt. Dadurch kann der größtmögliche Erfolg bei der Augenkorrektur erreicht werden. Diese Untersuchungen dauern jeweils nur in etwa 10 Minuten, müssen aber bei der Planung der Behandlung eingeplant werden. Sollte der behandelnde Arzt in weiterer Entfernung wohnen, ist dies ein Aspekt, der mit in Betracht gezogen sollte. Während die erste Untersuchung direkt am Tag nach der Operation durchgeführt wird, findet die Zweite innerhalb der Folgewoche oder des Folgemonats statt. Die finale Untersuchung wird in der Regel innerhalb der ersten 6 Monate nach der Augenlaser-OP angesetzt. Im Rahmen dieser Nachsorge-Untersuchungen werden die Sehleistung und die Hornhautoberfläche überprüft, die Ergebnisse dokumentiert und ausgewertet. Durch die mehrmalige Überprüfung der Augen kann das beste Behandlungsergebnis garantiert werden.

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