Augenlasern bei Kurzsichtigkeit - Die Verfahren im Vergleich

Augenlasern bei kurzsichtigkeit

Etwa 25% der deutschen Bundesbürger leiden unter Kurzsichtigkeit - mit steigener Tendenz. Die Augenlaser-Verfahren zur Korrektur dieser Fehlsichtigkeit sind vielfältig und weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Erfahren Sie hier welche Verfahren es gibt, wie sie durchgeführt werden und inwiefern sie sich unterscheiden.


LASIK

Die LASIK zählt zu den am häufigsten durchgeführten Augenlaser-Verfahren und wird seit 1990 angewandt. Sie eignet sich für die Korrektur von Kurzsichtigkeiten bis zu -8 Dioptrien.

Die Vorteile:

  • geringes Infektionsrisiko (verglichen mit einer Linsenimplantation)
  • verbesserte Sehschärfe direkt nach dem Eingriff
  • kaum Schmerzen und postoperative Narbenbildung
  • nachweislich erfolgreiches Verfahren
  • einfache Nachbehandlung bis zu 6 Monate ohne zusätzlichen Schnitt (falls notwendig)
  • Gesamtrisiko für das Eintreten einer Sehverschlechterung liegt bei unter 0,5% (bei 139.000 durchgeführten LASIK-Operationen im Jahr 2014 in Deutschland)

Die Nachteile:

  • Risiken und Komplikationen können auftreten: trockene Augen, Fremdkörpergefühl, Blendeeffekte in der Nacht, Lichterscheinungen, Über- oder Unterkorrekturen, Flap-bedingte (Hornhautlamelle) Risiken

PRK

Die Photorefraktive Keratektomie (PRK) ist das älteste Verfahren der refraktiven Chirurgie und wird bereits seit dem Jahr 1987 zur Korrektur von Kurzsichtigkeiten bis zu -8 Dioptrien durchgeführt. Aufgrund der größeren Invasivität und der geringeren Präzision des Eingriffs wird die PRK nur in Sonderfällen (z.B. bei dünner Hornhaut) anderen Augenlaser-Methoden vorgezogen. Die Gründe liegen in der großen Wundfläche, die häufiger als bei anderen Verfahren mit Schmerzen und Narbenbildungen einhergehen kann.

Die Vorteile:

  • komplikationsarmer Heilungsprozess (dank der Schutzkontaktlinse)
  • einfaches Durchführen von Nachkorrekturen
  • niedrige Kosten

Die Nachteile:

  • Schmerzen
  • ggf. Narbenbildung
  • Sehvermögen verbessert sich erst nach etwa 1 Woche
  • Risiken und Komplikationen wie trockene Augen, Lichthöfe, Doppelkonturen, eingeschränktes Dämmerungs- und Nachtsehen, Heilungsstörungen

LASEK

Die Laser-epitheliale Keratomileusis (LASEK) ist die Weiterentwicklung des PRK-Verfahren und stellt eine Alternative für Patienten mit sehr dünner Hornhaut dar. Auch die LASEK korrigiert Kurzsichtigkeiten bis max. −8 Dioptrien.

Die Vorteile:

  • hornhautschonendes Verfahren
  • für Personen mit dünner Hornhaut
  • niedrige Kosten (verglichen mit anderen Augenlaser-Verfahren)

Die Nachteile:

  • längerer Heilungsvorgang
  • Schmerzen
  • ggf. Narbenbildung
  • Risiken und Komplikationen wie trockene Augen, Lichthöfe, Glanzeffekte, eingeschränktes Dämmerungs- und Nachtsehen, Heilungsstörungen

Epi-LASIK

Die Epi-LASIK ist die automatisierte Variante der LASEK-Operation und wird seit 2004 eingesetzt. Sie ist besonders schonend zur Hornhaut und eignet sich zur Korrektur von Kurzsichtigkeiten bis –6 Dioptrien.

Die Vorteile:

  • schonende Verschiebung des Hornhautepithels
  • besonders sanft
  • kaum Schmerzen
  • verbindet die Vorteile der LASIK und LASEK

Die Nachteile:

  • längerer Heilungsvorgang
  • nur zur Korrektur relativ niedriger Fehlsichtigkeiten geeignet
  • Risiken und Komplikationen wie trockene Augen, eingeschränktes Dämmerungs- und Nachtsehen, Schnittkomplikationen, Infektionen

Femto-LASIK

Die schonendste Möglichkeit Kurzsichtigkeiten bis zu -8 Dioptrien zu korrigieren, stellt die Femto-LASIK dar. Diese verzichtet gänzlich auf mechanische Hilfsmittel und ist noch präziser als die traditionelle LASIK.

Die Vorteile:

  • sehr präzise und schonend
  • risikoarm

Die Nachteile:

  • kurzzeitig erhöhter Augeninnendruck
  • selten: trockene Augen, Sehschwankungen, Blendeempfindlichkeit, erschwertes Sehen bei Dunkelheit, Lichthöfe

ReLEx smile

Die ReLEx® smile Methode (Refractive Lenticule Extraction-small incision lenticule extraction) wird als Weiterentwicklung des LASIK-Verfahrens seit dem Jahr 2011 in Deutschland durchgeführt. Als minimal-invasives Verfahren ist es verglichen mit anderen Augenlaser-Methoden schonend und komplikationsarm. ReLEx® smile eignet sich ausschließlich für kurzsichtige Patienten mit Dioptrienwerten bis max. -8 Dioptrien. Da die Stabilität der Hornhaut bestehen bleibt und die Produktion des Tränenfilms kaum gestört wird, eignet sich ReLEx® smile auch für Patienten mit einer Kontaktlinsen-Unverträglichkeit oder trockenen Augen.

Die Vorteile:

  • neuestes Verfahren
  • kaum Komplikationen
  • geeignet für Patienten mit trockenen Augen oder Kontaktlinsen-Unverträglichkeit
  • Häufigkeit der Nachkorrekturen liegt bei unter 2%

Die Nachteile:

  • hochpreisig (ab 1.800 € pro Auge)
  • keine Langzeitstudien vorhanden
  • wird von wenigen Ärzten angeboten
  • in seltenen Fällen kann es zu einer späten Verformung der Hornhaut (Keratektasie) kommen
  • Nachkorrektur nur durch PRK oder Femto-LASIK möglich


FAZIT

Langfristig sind die Ergebnisse von LASIK, LASEK, Epi-Lasik und PRK jedoch vergleichbar. Vor allem die LASIK und die Femto-LASIK ermöglichen bei Kurzsichtigkeit auf lange Sicht sehr gute Ergebnisse. Allerdings ersetzt diese Übersicht keine professionelle Beratung durch einen Facharzt. Denn nur dieser kann final beurteilen, wie die Augen und die Fehlsichtigkeit zu beurteilen sind und welches Verfahren entsprechend geeignet ist.

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