Body-Mass-Index und Waist to Height Ratio im Vergleich

Bmi

Tausende Menschen sind mit ihrem Gewicht, ihrer Figur oder ihren Proportionen unzufrieden. Doch was genau zu dick oder gar adipös ist, wissen die Wenigsten. Dabei stellen sich viele die Frage: Welcher Index kann verlässlich zur Gewichtskontrolle herangezogen werden?

 

Der Body-Mass-Index


Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein Indikator zur Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Mit ihm können Betroffene überprüfen, ob sie innerhalb des gesundheitlich empfohlenen Normbereichs liegen, über- oder untergewichtig sind.

 

BMI = Gewicht : (Größe x Größe)

  BMI männlich BMI weiblich
Untergewicht unter 20 unter 19
Normalgewicht 20-25 19-24
Übergewicht 26-30 25-30
Adipositas 31-40 31-40
starke Adipositas größer 40 größer 40

 

Allerdings sollte der BMI nicht als alleiniger Indikator für die Notwenigkeit einer Gewichtsreduktion (z.B. mithilfe eines Magenballons) herangezogen werden. Denn der BMI bezieht sich bei den Berechnungen auf das Gesamtgewicht im Verhältnis zur Größe, überprüft aber nicht wie sich die Körpermasse einer Person zusammensetzt. Dies ist aber essentiell, um Krankheitsrisiken zu beurteilen. Das gilt vor allem für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders das Bauchfett erhöht das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, da dieses Fettdepot sehr stoffwechselaktiv ist. Der Anteil des Bauchfetts kann bei Menschen mit gleichem BMI aber stark variieren.

Durchtrainierte Personen sind aufgrund der größeren Muskelmasse oftmals schwerer und weisen demzufolge einen höheren BMI auf. Allerdings deutet der erhöhte BMI in diesen Fall nicht auf ein ernstzunehmendes Risiko oder ein tatsächliches Übergewicht hin und muss dementsprechend nicht behandelt werden. Ein weiterer Kritikpunkt stellt die Nichtberücksichtigung der verschiedenen Fettarten dar. So erhöht das subkutane Fett, das sich an Hüften, Oberschenkeln und dem Po ansammelt, nicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hingegen stellt das viszerale Fett, dass sich im Bauchraum um die inneren Organe bildet, eine tatsächliche Gesundheitsgefährdung dar: Es beeinträchtigt den Stoffwechsel, verursacht Bluthochdruck, sorgt für hohe Blutfettwerte und fördert Insulinresistenzen. Aus diesem Grund erscheint eine Kombination aus BMI und Waist to Height Ratio (WHtR) sinnvoll.

 

Die Waist to Height Ratio


Wie der Name Waist to Height Ratio (WHtR) andeutet, wird der Taillenumfang mit der Körpergröße ins Verhältnis gesetzt.

 

WHtR = Taillenumfang : Körpergröße

  WHtR ab 15 J. WHtR ab 40 J. WhtR ab 50 J.
Untergewicht unter 0,34 unter 0,40 unter 0,40
Normalgewicht 0,34-0,45 0,40-0,50 0,40-0,60
Übergewicht 0,46-0,51 0,51-0,56 0,61-0,66
Adipositas 0,52-0,63 0,57-0,68 0,67-0,78
starke Adipositas größer 0,63 größer 0,68 größer 0,78

Je höher die WHtR dabei ausfällt, desto höher ist das Risiko der betreffenden Personen einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Die WHtR ist somit ein Versuch, neben dem reinen Gewicht auch die Verteilung des Körperfetts zu ermitteln. Auf diese Weise kann mehr über die gesundheitliche Relevanz des Übergewichtes ausgesagt werden.

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