Interview mit Dr. med. Ioannes Koutses

Dr koutses

Kurzprofil

Dr. med. Ioannes Koutses schloss nach seinem Studium der Humanmedizin zunächst die Facharztausbildung für allgemeine Chirurgie ab und spezialisierte sich im Anschluss durch eine weitere Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Handchirurgie. Nach Beendigung seiner Spezialisierung zog es Dr. Koutses nach Hamburg, wo er einige Jahre als Oberarzt der Abteilung für Plastische und Handchirurgie tätig war. Verschiedene Studienaufenthalte führten ihn in namenhafte Kliniken für Plastische Chirurgie sowohl im In- als auch im Ausland. Mehrere Jahre verbrachte er dabei vor allem in den USA und in England.

"Die Aufklärung steht an erster Stelle, um dem Patienten zu vermitteln, was möglich ist und was nicht."

Im Gespräch mit KlinikumPlus

KlinkumPlus: Sie sind nun bereits seit vielen Jahren in der ästhetisch-plastischen Chirurgie tätig. Was hat Sie dazu bewegt sich für eine Weiterbildung in diesem Bereich zu entscheiden? Was macht für Sie den größten Reiz Ihrer Tätigkeit als ästhetisch-plastischer Chirurg aus?

Dr. Koutses: Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen das Fach als solches. Die Möglichkeit, etwas am Körper sichtbar zu verändern. Die Plastische Chirurgie besteht ja nicht nur aus der Ästhetik, sondern zum größten Teil aus der Behandlung von Patienten die echte und schwierige Krankheitsbilder haben. Defekte im Körper, die man gut behandeln und rekonstruieren kann, also die Wiederherstellungschirurgie. Hierbei reizt mich vor allem die optische Erfüllung der Patientenwünsche.

KlinkumPlus: Sie sind insbesondere auf die Brustvergrößerungen, Facelifts und Bauchdeckenstraffungen spezialisiert. Gibt es hierfür einen besonderen Grund?

Dr. Koutses: Ich mache zunehmend diese Art der Operationen, hauptsächlich weil sie mich interessieren. Allerdings sind diese Behandlungen nicht immer einfach, weil die Erfüllung der Wünsche einiger Patienten sehr schwierig sein kann. Aber genau das finde ich so interessant, welche Techniken und Ergebnisse hier möglich sind.

KlinkumPlus: Was halten Sie von neueren nichtoperativen Verfahren in der ästhetisch-plastischen Chirurgie, bspw. von Verfahren zur Fettabsaugung

Dr. Koutses: Besonders zur Behandlung der Fettleibigkeit oder auch Falten gibt es natürlich viele verschiedene nicht operative Möglichkeiten. Hier muss man jedoch sagen, dass zwar einige durchaus effektiv sind, andere aber wiederum gar nicht. Die Kryolipolyse, als das Coolsclupting, hat schon eine gewisse Effektivität bei kleinen Fettpolstern, jedoch sicherlich nicht bei großen Fettansammlungen, die operativ reduziert gehören. Behandlungen von Falten, wie zum Beispiel das Needling, oder jene, die mithilfe von Fillern angewandt werden, erzielen gute Ergebnisse. Grundsätzlich sollte man festhalten, dass nicht invasive Behandlungsmöglichkeiten auch nur dort zu wünschenswerten Ergebnissen führen, wo ihr Einsatz auch seine Berechtigung hat.

KlinkumPlus: Wie definieren Sie bzw. woran messen Sie persönlich einen Behandlungserfolg?

Dr. Koutses: Der Behandlungserfolg hat nichts mit der Zufriedenheit des Chirurgen zu tun, sondern nur mit der Zufriedenheit des Patienten. Wenn also der Patient mit dem Ergebnis zufrieden ist, dann ist auch ein Erfolg vorhanden. Allerdings gibt es keine hundertprozentige Korrelation, was das angeht.

KlinkumPlus: Von welchen Faktoren hängt der Erfolg eines ästhetisch-plastischen Eingriffs aus Ihrer Sicht ab?

Dr. Koutses: Das ist an erster Stelle von den Gegebenheiten, also den körperlichen und auch psychischen Voraussetzungen des Patienten abhängig. Wenn die Wünsche des Patienten zum Beispiel unrealistisch bzw. nicht zu erreichen sind, bedeutet das im Nachhinein nicht, dass die Operation erfolglos war. Das ist natürlich vorher abzuklären - ob die Vorstellungen des Patienten mit dem Erreichbaren korrelieren. Hierfür sollte man sich viel Zeit nehmen. Nur ein Beratungsgespräch reicht da häufig nicht aus, hier sind ein zweites oder auch drittes durchaus nötig. Die Aufklärung steht also an erster Stelle, um dem Patienten zu vermitteln, was möglich ist und was nicht.

Besonders wichtig ist im Gespräch, über mögliche Komplikationen zu informieren und eben auch die Voraussetzungen zu besprechen, die der Eingriff mit sich bringt. Ob der Patient auch für die gewünschte Art der Operation geeignet ist. Einem Patienten beispielsweise, der starker Raucher ist, kann man mit einem Facelifting nicht unbedingt helfen. Hier müsste man an erster Stelle darüber aufklären, dass das Rauchen der Haut stark schadet und die Haut einige Zeit nach der Operation wieder schlechter und wieder wie vorheraussehen kann. Aber auch Maßnahmen zur Nachsorge sollten nicht fehlen, damit das bestmögliche Ergebnis erreicht und beibehalten werden kann.

KlinkumPlus: Sie führen überdurchschnittlich viele Brustvergrößerungen pro Jahr durch. Hat sich das Publikum bzw. haben sich die Wünsche Ihrer Kundinnen in den vergangenen Jahrzehnten merklich geändert?

Dr. Koutses: Besonders auffällig ist, dass sich früher fast nur Frauen zu einer Brustvergrößerung entschieden habe, die wirklich wenig Oberweite hatten. Das hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Es kommen immer häufiger Frauen zu mir, die eigentlich eine schöne und normal große Brust haben. Mit dem Wunsch, ihre Brüste möglichst groß machen zu lassen. Da sollte man als plastischer Chirurg schon abwägen, ab wann so ein Eingriff abzulehnen ist. Solche Operationen, bei denen die Vorstellungen ins Unansehnliche gehen, möchte ich auch nicht durchführen. Es gibt Grenzen, wo man aufhören sollte und in solchen Fällen lehne ich die Patientinnen dann dementsprechend auch ab. Während des Beratungsgesprächs ist es mir wichtig, den Frauen die Größe der Oberweite zu empfehlen, die auch zu ihren restlichen Abmessungen und zum Gesamtbild des Körpers passt. Die meisten lassen auch sich darauf ein, sie hören auf meinen ärztlichen Rat und sind damit einverstanden.

KlinkumPlus: Wie würden Sie im Allgemeinen die Entwicklung plastischer Chirurgie beschreiben – was hat sich im Verlauf der Jahrzehnte verändert?

Dr. Koutses: Wie in jedem Bereich entwickeln sich speziell die Technologien weiter. Vor allem weil auch die Nachfrage deutlich gestiegen ist, haben sich die Methoden zum Positiven verändert. Außerdem haben wir auch das Phänomen, dass immer mehr Männer zu Behandlungen kommen und sich für dieses Thema öffnen. Das ist zwar regional sehr abhängig, aber in meiner Praxis sind es mittlerweile fast ein Drittel der Patienten.

KlinkumPlus: Aus welchen Gründen kommen die Patienten zu Ihnen?

Dr. Koutses: Sicher erst einmal die optische Änderung zum Besseren, egal ob Brust, Gesicht oder Bauch. Die Gründe sind vor allem persönliche Gründe, also aus eigenem Interesse, weil sich die Patienten in ihrem Körper nicht mehr wohlfühlen.

KlinkumPlus: Wo denken Sie liegen die Vorteile für Patienten und auch Ärzte von KlinikumPlus?

Dr. Koutses: Für Patienten ist es sehr schwierig, einen Überblick über all die Angebote und Möglichkeiten in der plastischen und ästhetischen Chirurgie zu behalten. Eine Institution zur Seite stehen zu haben, die qualitativ hochwertig ist und berät, kann da nur ein Vorteil sein. Durch KlinikumPlus bekommen sie eine Übersicht an passenden Ärzten für ihre Bedürfnisse. Die Schönheitschirurgie ist für viele Ärzte natürlich auch ein starker Wirtschaftsfaktor, weshalb viele in dem Bereich tätig sind. Da ist es wertvoll für die Patienten, genauste Informationen zu bekommen, welcher Arzt sich für den gewünschten Eingriff eignet und welcher hier auch wirklich versiert ist. Aus Sicht der Ärzte ist es außerdem vorteilhaft, dass KlinikumPlus einem hier viel Vorarbeit und auch Marketingaspekte abnehmen kann. Auf diese Weise kann man sich komplett auf die Beratung und Behandlungen der Patienten konzentrieren.

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