Von Schlafproblemen bis Rückenschmerzen -
Leiden unter zu großer Oberweite

Gro%c3%9feoberweite

Die weibliche Attraktivität wird maßgeblich durch eine wohlgeformte, schöne Oberweite geprägt und hat großen Einfluss auf das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden einer Frau. Doch was, wenn der Busen zu groß für den Rest des Körpers geraten ist? Viele Frauen leiden unter dem Gewicht ihrer Brüste, weil der Alltag durch sie stark eingeschränkt ist. Oft hilft deswegen nur noch die sogenannte Mammareduktion, eine Brustverkleinerung, um wieder ein entspanntes Leben führen zu können.

Kaum eine Frau ist zufrieden mit dem Aussehen oder der Größe ihrer Oberweite. Nicht rund genug, oder nicht voll genug, nicht fest genug, am häufigsten nicht groß genug. Während die meisten Frauen mit einem „zu kleinen Busen“ jedoch hauptsächlich optisch unzufrieden sind, leiden die Damen, die zu viel Oberweite haben, teilweise immens unter körperlichen aber auch psychischen Auswirkungen.

Die Schultern verkrampfen und der Rücken leidet

Vor allem Rücken- und Nackenprobleme stehen ganz oben auf der Liste der körperlichen Beschwerden. Das hohe Gewicht drückt Dank der Schwerkraft nach unten und verursacht nicht nur bei den meisten Frauen Verspannungen in der Schulter- und Nackenmuskulatur, sondern ebenfalls eine Fehlhaltung und Rückenschmerzen. Prof. Dr. Maria Deutinger, Vorstand der Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie in der Wiener Rudolfstiftung, führte hierzu erst kürzlich eine umfassende Studie durch. Bereits bei jungen Frauen von 20 Jahren konnten Veränderungen der Wirbelsäule festgestellt werden. Durch die nach vorn gebeugte Haltung wird obendrein noch die Lungenfunktion negativ beeinflusst. Aber auch die Einschnürungen durch BH-Träger setzen den Schultern zu. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass manche Frauen bis zu 3kg pro Brust mit sich herumtragen müssen und der Großteil der Unterwäsche oder Bikinis nicht auf schwere Gewichte ausgerichtet ist. Wichtig ist es hier vor allem das Gewicht durch Spezial-BHs gleichmäßig zu verteilen und so besonders den Schulter- und Nackenbereich zu entlasten. Aber auch gezieltes Krafttraining zur Stärkung der Muskulatur wird von Ärzten empfohlen. Ein weiterer gesundheitlicher Nachteil ist, dass sich häufig die Haut unter der Brust entzündet, weil hier ein feucht-ungesundes Milieu entsteht. Die ständige Reibung verschlimmert das Ganze zusätzlich.

Unbequemer Schlaf ist nur der Gipfel des Eisberges

Abgesehen von den schmerzhaften Erfahrungen beeinträchtigen zu große Brüste aber auch den Alltag der Betroffenen, denn viele „normale“ Aktivitäten sind nicht mehr möglich. Die Einschränkungen beginnen bereits bei dem, was eigentlich Erholung schaffen sollte: dem Schlaf. Denn mit einer großen Oberweite eine angenehme Schlafposition zu finden, ist nicht sehr einfach. Auf dem Bauch zu schlafen ist unmöglich, allein wegen der Schmerzen. Und auch auf dem Rücken zu liegen ist keine Option, denn das Gewicht liegt schwer auf dem Brustkorb. Man fühlt sich erdrückt und das Atmen fällt schwerer. Die meisten Frauen mit einem großen Busen schlafen auf der Seite mit einem Stützkissen für den Oberkörper. Nicht selten wird dabei auch der BH über Nacht angelassen, damit wenigstens das Gefühl der Kontrolle besteht. Es gibt eine ganze Liste an „Kleinigkeiten“, die mit einer üppigen Oberweite oft einfach nicht möglich sind:

  • Sport: Egal ob Laufband, Situps oder Butterfly – der Busen ist immer im Weg, wird gequetscht oder springt unkontrolliert auf und ab. Denn auch „Heavy Weight“-Sportbras sind selten stark genug und müssen oft doppelt getragen werden. Diese Problematik kann auf viele Aktivitäten ausgeweitet werden – vom Treppensteigen bis zum Schnürsenkel zubinden.
  • Kleidung: Blusen, rücken- oder schulterfrei, bunt gemusterte Shirts braucht man nicht anzuprobieren. Wessen Oberweite unproportional zum übrigen Körper ist, der findet selten ein schönes Oberteil, was gut aussieht und sitzt. Noch seltener schöne BHs. Die meisten sind nämlich nur in „Standardgrößen“ sowohl ansehnlich als auch bezahlbar.
  • Alltag: sogar das Tragen von längeren Ketten ist schwierig, weil diese sich immer im Ausschnitt verfangen. Aber auch Umhängetaschen oder der Sicherheitsgurt im Auto engen nicht nur ein, sondern sind richtig unangenehm.

Aber selbst wenn diese ganzen körperlichen Probleme nicht wären – viele Frauen leiden seelisch unter ihrer zu großen Oberweite. Besonders junge Frauen schämen sich, weil sie ungewollt alle Blicke auf sich ziehen oder schlimmsten Falls sogar von Gleichaltrigen beschimpft werden. Sie können sich nicht wie ihr sozialer Umkreis kleiden und sie verstecken sich unter zu großen Pullovern. Gemeinsames Schwimmen oder Tanzen gehen macht erst recht keinen Spaß. Viele ziehen sich deswegen immer mehr zurück, sind unglücklich über ihre Situation. Auch die Partnersuche sowie das Führen von Beziehungen fällt vielen schwer, weil sie sich unwohl in ihrem Körper fühlen und keine Nähe zulassen können. Nicht selten entstehen aus dieser sozialen Isolation psychische Probleme wie Depressionen.

Groß ist nicht gleich groß - Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme

Nach den Leitlinien der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) besteht eine Fehlentwicklung erst ab einer Größe, die mindestens zwei Körbchengrößen über dem „Normal“ (B bis C) liegt. Und von Seiten der Krankenkassen werden die OP-Kosten für eine Verkleinerung erst ab einem Mindestreduktionsgewicht von 500g pro Brust – also 1kg Gesamtgewicht – übernommen. Allerdings kann man nicht generell fest machen, ab welchem Umfang oder Gewicht eine Brust zu groß ist. Dies hängt jeweils von der Beschaffenheit des restlichen Körpers ab: Während ein D Körbchen bei 1,85m und 75kg durchaus zu den restlichen Proportionen passt, hat eine zarte 1,50m große Frau mit 47kg bereits deutliche Probleme mit einem kleinen C-Körbchen. Hier zeigt sich, dass insbesondere kleine oder schlanke Frauen mit einer großen Oberweite häufig aus dem Raster fallen und somit ihre Behandlung selbst zahlen müssen.

Aber auch alle anderen Frauen, die unter einem zu umfangreichen Busen leiden, haben es nicht leicht bei der Antragsstellung. Eine einfache Bescheinigung des behandelnden Arztes über die Beschwerden reicht nicht aus. Denn obwohl solch eine Operation innerhalb von wenigen Stunden gesund macht(was physische und seelische Therapien nicht in Jahren schaffen), muss die medizinische Notwendigkeit des Eingriffes von einem Facharzt, der Krankenkasse sowie dem medizinischen Dienst einstimmig bestätigt werden, damit der Kostenträger eine Brustreduktion übernimmt.

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