Veneers


Veneers oder Verblendeschalen sind sehr dünne und individuell gefertigte Keramikfacetten. Veneers werden zur optischen Verschönerung der eigenen Zähne genutzt. Dazu werden sie dauerhaft auf den sichtbaren Bereich der vorderen Zähne oder der Seitenzähne geklebt. Die Anbringung ist besonders schonend und optisch sehr natürlich.

Voraussetzungen


Das Tragen von Veneers ist nicht zu empfehlen, für:

  • knirschende Personen
  • Personen, welche die Angewohnheit haben auf Kugelschreibern und Nägeln zu kauen
  • Zähne mit großen Füllungen oder Karies
  • Personen mit unzureichender Mundhygiene
  • Personen, die Kampfsport betreiben

Kosten und Zuschüsse der Krankenkasse


Behandlung Preise
Konventionelle Veneers ab 600,00 € pro Veneer
Non-Prep Veneers ab 700,00 € pro Veneer
Veneers-to-Go ab 350,00 € pro Veneer

Die Kosten für Veneers richten sich nach der Art des eingesetzten Materials (Cerec, Presskeramik oder Vollkeramik), der Honorarvorstellung des behandelnden Zahnarztes, dem technischen Aufwand im Zahnlabor und bei einer Behandlung unter Vollnarkose nach der Art der Anästhesie.

Die gesetzliche Krankenversicherung geht bei der Behandlung mit Veneers von reiner Zahnästhetik aus. Daher übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung diese Kosten nicht. Allerdings gibt es im Einzelfall die Möglichkeit der Kostenübernahme. Entscheidend für diese Option ist der vom Zahnarzt erstellte Befund. Beispielsweise die Rekonstruktion der Zähne nach einem Unfall oder die Folgen der Hypoplasie (Unterentwicklung eines Zahnes) können medizinische Indikationen für Veneers begründen. Auch die meisten Zahnzusatzversicherungen schließen die Kosten für Veneers aus. Nur diejenigen Patienten, die beim Vertragsschluss die Behandlung mit Veneers eingeschlossen haben, erhalten eine Kostenerstattung.

Ablauf einer Behandlung mit Veneers


Vor der Behandlung wird eine Voruntersuchung durchgeführt, um den Zahnzustand des Patienten festzustellen. Gepflegte Zähne und ein gesundes Zahnfleisch sind die Grundvoraussetzungen für den Einsatz von Veneers. Daher empfiehlt es sich vor der Behandlung eine professionelle Zahnreinigung (Prophylaxe) durchführen zu lassen. So können die Zähne von Verfärbungen befreit und so die optimale Farbe der Veneers zu bestimmen. Grundsätzlich können Veneers mit dem Chairside-Verfahren und dem Labside Verfahren eingesetzt werden. Bei dem Chairside-Verfahren erfolgt die Anpassung der Veneers auf dem Zahnarztstuhl. Daher lautet der Name Chairside (zu Deutsch Stuhl-seitig). Nach der Zahnreinigung und der Zahnschmelzabtragung wird der zu behandelnde Zahn vermessen und die Farbe der Veneers anhand des echten Zahnzustands exakt bestimmt. Danach werden die Veneers mit dem Cerec-System stellt hergestellt und vom Zahnarzt auf den vorbereiteten Zahnbereich aufgeklebt und mit einer UV-Lampe ausgehörtet. In der Praxis wird das Verfahren allerdings selten angewandt, da die Veneers den handgefertigten Keramikschalen optisch unterlegen sind und das Cerec-System sehr teuer ist. Bei dem Labside-Verfahren wird der Zahnbereich mit Veneers aus dem Zahnlabor verkleidet. Die Behandlung verläuft in zwei Sitzungen. In der ersten Sitzung wird nach der Zahnreinigung und Abschleifung der betroffenen Zähne ein Gebissabdruck gemacht und der Patient über den Behandlungsablauf aufgeklärt. Häufig werden bis zum endgültigen Einsatz der Veneers provisorische Veneers eingesetzt. Die anschließende Behandlung verläuft schmerzfrei ohne Betäubung. Grundlegend werden die Veneers in einem Zahnlabor angefertigt und in einer zweiten Sitzung mit Kleber am Zahn befestigt. Diese Veneers halten zwischen 5 und 10 Jahren, sind passgenau und sehen natürlich aus.

Mögliche Risiken und Komplikationen


  • Unverträglichkeit aufgrund des kunststoffhaltigen Klebers (sehr selten)
  • schmerzempfindliche Zähne

Materialien und Arten


Veneermaterialien:

Veneers können aus Presskeramik, Zirkonoxidkeramik und Cerec gefertigt werden. Presskeramik wird am häufigsten für Veneers verwendet. Presskeramik ist ein verflüssigtes Keramik, dass in ein Cerec-Gerüst gepresst wird. Diese Veneers sind besonders stabil und ästhetisch. Nur Zirkonoxidkeramik ist stabiler. Allerdings muss es mit Farbe bestrichen werden damit diese Veneers natürlich aussehen. Cerec ist ein computergestütztes Verfahren zur Herstellung von keramischen Verblendungen. Dabei wird die Mundsituation mit einer Messkamera abgescannt, um aus Keramikblöcken die Veneers herauszufräsen. Diese Veneers sind allerdings weniger passgenau, verglichen mit den Keramikschalen.

Veneerarten:

  • konventionelle Veneers: bis 1 mm stark, aus Glaskeramik, geringer Zahnsubstanz-Abtrag vor dem Anbringen, bewährte und langlebige Veneers
  • Non-Prep Veneers: bis 0,3 mm stark, werden auf nicht präparierte Zähne geklebt, schnelles und schmerzfreies Verfahren, natürlicher Zahn kann durch die dünnen Veneers durchschimmern
  • Veneers-to-Go: Kunststoff- oder Composite-Veneers (Kunststoff-Keramik-Mischung), werden im Direktverfahren gleich auf den Zahn modelliert, kostengünstig und schnell, weniger natürlich

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