Brustverkleinerung (Mammareduktion)


Um das Volumen einer zu großen Brust zu reduzieren, wird bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) überschüssiges Fett- und Drüsengewebe sowie überschüssige Haut aus der Brust entfernt und die Brustwarze entsprechend nach oben versetzt. Die zu große Brust wird nicht nur verkleinert, sondern aus dem restlichen Gewebe auch eine neue Brust geformt. Um ein möglichst optimales Resultat zu erzielen, kann eine Brustverkleinerung mit einer Fettabsaugung im Brustbereich kombiniert werden. Ziel des Eingriffs ist es, nicht nur eine kleinere, sondern vor allem fester und ästhetischer geformte Brust zu modulieren.

Ablauf einer Brustverkleinerung


Vor dem Eingriff muss die Patientin in jedem Fall zur Mammographie, damit der Facharzt einen möglichst genauen Eindruck von der Brustgewebestruktur gewinnen kann. Letztlich hängt die für die Brustverkleinerung angewandte Operationsmethode von den individuellen Voraussetzungen und Anforderungen der Patientin ab, u.a. vom Ausmaß der gewünschten Mammareduktion und der Form des Brustkorbs. Der Behandlung läuft daraufhin folgendermaßen ab:

  • Dauer der Mammareduktion: ca. 2-4 Stunden
  • Art der Betäubung: Vollnarkose
  • Klinikaufenthalt: stationär, 2-7 Tage
  • Drainagenentfernung: nach 1-2 Tagen
  • Verbandentfernung: nach wenigen Tagen
  • Gesellschaftsfähig: nach ca. 3 Wochen
  • Fadenentfernung: nach 2-3 Wochen
  • Spezial-BH: mind. 4 Wochen ganztägig nach Verbandentfernung
  • Nachkontrollen: 2-3
  • Endgültiges Ergebnis: nach 4-6 Monaten sichtbar
  • Kosten Brustverkleinerung: ab 4.500 Euro

Brustverkleinerung: Methoden


Bei der Brustverkleinerung und -straffung kommen die gleichen Operationstechniken zum Einsatz, die sich allein in der Schnittführung voneinander unterscheiden. Welche Technik geeignet ist, um eine straffe Brust zu erlangen, steht in einem direkten Zusammenhang mit der Form und Größe der Brust, dem Ausmaß der erschlafften Haut und der Größe der Brustwarze. Bei beiden wird aus dem restlichen Gewebe die neue Brust geformt und der Warzenhof der neuen Brust angepasst.


  • benannt nach dem französischen Chirurgen Louis Benelli
  • kreisrunder Schnitt um die Brustwarze
  • kaum sichtbare Narben
  • Brüste bleiben sensibel und stillfähig
  • nur geeignet für kleinere Mammareduktionen: geringfügige Volumenreduktion oder Straffung
  • Nachteil: Brüste können eher platt und die Brustwarze abgeflacht wirken
  • nach der belgischen Chirurgin Madeleine Lejour benannt
  • Schnitt erfolgt rund um den Warzenhof, führt dann senkrecht nach unten und ist technisch anspruchsvoll
  • geringe Narbenbildung
  • Brüste bleiben sensibel und stillfähig
  • Nachteil: Nachkorrekturen aufgrund schlechter Narbenverheilung sind möglich, Heilungsdauer kann bis zu 9 Monate dauern
  • wird auch Strömbeck-Methode genannt (nach dem Brustchirurgen Jan O. Strömbeck)
  • Unterschied zwischen T- und L-Schnitt-Technik: Schnitt wird bei der L-Technik horizontal nur einseitig fortgeführt und verursacht somit eine kleinere Narbe
  • der Schnitt verläuft kreisrund um den Brustwarzenhof, vertikal nach unten und in die Brustumschlagfalte
  • eignet sich auch für eine umfangreichere Mammareduktion
  • muss die Brustwarze vom Drüsengewebe entfernt werden, kann die Brust hinsichtlich ihrer Stillfähigkeit und Sensibilität beeinträchtigt werden
  • Nachteil: größere Narben, Nachkorrekturen aufgrund schlechter Narbenverheilung sind möglich, Heilungsdauer kann bis zu 9 Monate dauern

Brustverkleinerung: Kosten & Finanzierung


Behandlung Preise
Brustverkleinerung Kosten ab 4.500 € bis ca. 8.500 €
Beratungsgespräch Kosten ab 30 € bis ca. 80 €

  • Versteigerungen von Operationen
  • Restplatzangeboten
  • Pauschalpreisen
  • Billigangeboten im In- und Ausland
  • Wanderärzten
  • Beratungsgespräch (ca. 30-80 Euro)
  • Operation (Operateur, OP-Schwestern, steriler OP-Raum, Material, Instrumente)
  • Materialkosten (z.B. Brustimplantate)
  • Anästhesie (Anästhesist und Narkosemittel)
  • ggf. Übernachtungskosten in der Klinik oder Praxis
  • Nachsorge

Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen. Ist der Grund für eine Operation rein ästhetischer Natur, müssen Patienten die Kosten komplett selbst tragen. Auch im Fall einer Folgeoperation müssen Patienten im vollen Maß für die Behandlung aufkommen. Nur bei einer eindeutigen medizinischen Indikation für einen Eingriff besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Dafür hat die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK), stellvertretend für eine Vielzahl der gesetzlichen Krankenkassen, Voraussetzungen für eine Kostenübernahme für ästhetische Operationen definiert. Um herauszufinden, wie stark sich die Krankenkasse an den Kosten für die jeweilige Behandlung beteiligt, sollte der Patient rechtzeitig einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen.

Nicht jeder Patient kann die Kosten für eine ästhetische Operation auf einen Schlag begleichen. Es gibt jedoch Wege und Mittel, die Kosten in Raten zu bezahlen, um den Behandlungswunsch nicht unerfüllt zu lassen. Zum einen besteht die Möglichkeit einen Kredit aufzunehmen, zum anderen bieten viele Kliniken mittlerweile selbst Finanzierungs-Möglichkeiten per Ratenzahlung an. Dafür wird im Beratungsgespräch ein Kostenvoranschlag erstellt und auf Basis des darin festgelegten Behandlungshonorars ein Finanzierungsantrag beim Kreditpartner gestellt. Ganz einfach können Sie sich selbst bei Lendico informieren und darüber auf eigene Faust einen günstigen Kredit für Ihre Wunschbehandlung anfragen.

Brustverkleinerung: Risiken & Komplikationen


Allgemeine Operationsrisiken, wie Nachblutungen, Heilungsstörungen, Wundinfektionen oder Thrombose, bestehen auch bei einer Brustverkleinerung. Darüber hinaus können in den ersten zwei Monaten nach der Brustverkleinerung allgemeine Risiken, wie Schwellungen, leichte Blutergüsse sowie Narbenbildung auftreten. Sensibilitätsstörungen der Brustwarzen und Narben treten zum Teil auf, klingen aber in der Regel schnell wieder ab. Selten kommt es zu Verformungen oder Asymmetrien der Brust, sehr selten auch zu Stillbeschwerden. In der Regel bleibt die Stillfähigkeit jedoch in vollem Umfang erhalten. Allerdings kann eine Empfindlichkeit der Brust und vor allem der Brustwarze das Stillen zum Teil erschweren. Wenn die L- oder T-Schnitttechnik angewandt und das Drüsengewebe entfernt wurde, kann die Brust hinsichtlich ihrer Stillfähigkeit und Sensibilität beeinträchtigt werden.

Spezialisten für Brustverkleinerung:

Der Ratgeber zum Thema Brustverkleinerung


  • Was sind die Gründe für eine Brustverkleinerung?
  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
  • Welche Behandlungen & Methoden gibt es?
  • Worauf muss ich bei der Vor- & Nachsorge achten?
  • Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
  • Welche Risiken & Komplikationen können auftreten?
  • Was sollte beim Beratungstermin geklärt werden?
  • Woran erkenne ich einen guten Arzt?
  • Wie finde ich einen vertrauenswürdigen Arzt?

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