Facelift


Vom Gesicht können wir vieles ablesen. Während über die Mimik Gefühle und Reaktionen zum Ausdruck kommen, spiegelt sich der natürliche Alterungsprozess in Form von Gesichtsfalten dort auch besonders wieder. Da die Haut mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert, erschlaffen sowohl die Weichteile als auch die Muskulatur des Gesichts. Sie sinken nach vorne und ziehen sich der Schwerkraft entsprechend nach unten. Daraus resultieren tiefe Gesichtsfalten, schlaffe Konturen und ein insgesamt müdes Aussehen. Bei einem Facelift wird die überschüssige Haut entfernt und die Weichteile werden gestrafft. Um durch ein Facelifting (z.B. Fadenlifting) ein deutlich jüngeres Aussehen zu erzielen, werden die darunter liegenden Gewebestrukturen und abgesunkenen Muskeln angehoben. Sichtbare Zeichen der Hautalterung werden dadurch gemindert, die Haut gestrafft und die Muskulatur langfristig gestärkt.

Facelift: Die Operation im Überblick


Ein Facelift dauert in der Regel drei bis fünf Stunden und findet bei lokaler Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose statt. Patienten müssen anschließend mindestens eine Nacht lang in der Klinik bleiben. Die Drainagen und der Kopfverband bleiben für bis zu drei Tagen. Bis dahin ist das Duschen nicht erlaubt. Die Fäden und Pflaster werden nach ein bis zwei Wochen entfernt. Spätestens drei Wochen nach dem Facelift sind Patienten wieder voll gesellschaftsfähig und können nach ca. drei Monaten das endgültige Ergebnis ihres Faceliftings begutachten.

Facelifting Methoden


Facelift ist nicht gleich Facelift. Es gibt sehr unterschiedliche Operationstechniken, die allein oder in Kombination angewandt werden. Ein ausführliches Vorgespräch mit einem Spezialisten ist unvermeidlich und sollte in einem realistischen Plan für den Eingriff resultieren. Dabei ist zum einen wichtig zu klären, ob zum Beispiel nur ein Mini-Lift im Wangenbereich oder ein größerer Eingriff vorgenommen werden soll. Zum anderen muss entschieden werden, ob nur eine Hautstraffung oder ein mehrschichtiges Facelifting zur Anwendung kommt.


Bei der kombinierten Gesichts- und Halsstraffung wird der Schnitt an der Schläfenregion angesetzt und verläuft vor und hinter dem Ohr entlang der Nacken-Haar-Grenze. Die Haut wird in der unteren Gesichtshälfte und am Hals abgelöst, überschüssige Fettpolster entfernt und ggf. auch tieferliegende Strukturen gestrafft (SMAS). Bei dieser Art des Faceliftings wird neben dem unteren Teil des Gesichts insbesondere auf eine Straffung des Halses Wert gelegt.

Der Schnitt eines Midface-Lifts verläuft hier an der Schläfe entlang der Nacken-Haar-Grenze bis zum Haaransatz hinter dem Ohr. Dabei werden nicht nur die Wangen, sondern auch die Mundwinkel, Unterlider und Schläfenregion gestrafft. Dafür wird die Gesichtshaut samt Bindegewebe angehoben und überschüssiges Fett entfernt. Besteht der Wunsch nach einem längerfristigen Bestand des Faceliftings, werden auch darunter liegende Strukturen, wie Muskeln und Weichteile, gestrafft. Abschließend wird die gestraffte Haut über und hinter dem Ohr genäht und übrige Hautlappen entfernt.

Bei einem Mini-Lift werden lediglich die Wangen gestrafft. Dieses Wangenlifting ist ein sehr kleiner Eingriff, bei dem die Haut vor und unterhalb des Ohres abgelöst wird. Der Hautüberschuss wird entfernt und die Wunde wieder verschlossen. Da dieser Eingriff nur eine oberflächliche Straffung umfasst, ist ihre Haltbarkeit nicht von langer Dauer.

Durch ein Stirn- bzw. Augenbrauenlifting können tiefe Augenbrauen angehoben und die Stirn geglättet werden. Wird dieser Eingriff unabhängig von anderen Gesichtsbehandlungen durchgeführt, wird das Oberlid in gewisser Weise direkt mit korrigiert, so dass eine Lidstraffung ggf. entbehrlich wird. Für ein frischeres Aussehen der Stirn- und Augenpartie wird ein Schnitt direkt über der Braue, in einer Stirnfalte oder am Haaransatz angesetzt, die Stirnhaut wie auch die abgesunkenen Brauen angehoben und die überschüssige Haut entfernt und gestrafft. Dieser Eingriff kann sowohl endoskopisch als auch mittels der traditionellen, offenen Methode erfolgen.

Facelift: Kosten & Finanzierung


Behandlung Preise
Facelift Kosten ab 2.500 € bis ca. 15.000 €
Beratungsgespräch Kosten ab 30 € bis ca. 80

Die Kosten für einen Facelift können sehr stark variieren, da ein Facelift entweder sehr umfangreich sein kann oder - wie beim “Modellift” - nur die oberste Hautschicht betrifft. Aus diesem Grund können die Kosten bei einem besonders umfangreichen Facelifting sehr hoch ausfallen, bei einer geringfügigeren Korrektur aber auch entsprechend niedrig sein.

Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel bei rein ästhetisch-plastischen Eingriffen nicht, da keine medizinische Notwendigkeit für sie besteht. Aus diesem Grund müssen Patienten die Kosten komplett selbst tragen. War der Eingriff kein 100%iger Erfolg, müssen Patienten auch für die Kosten einer möglichen Folgeoperation in voller Höhe selbst aufkommen.

Nicht jeder Patient kann die Kosten für einen Facelift auf einen Schlag begleichen. Die Kosten können aber oftmals auch in Raten bezahlt werden. Zum einen besteht die Möglichkeit einen Kredit aufzunehmen, zum anderen bieten viele Kliniken selbst Finanzierungs-Möglichkeiten per Ratenzahlung bei ihren eigenen Kreditpartnern an. Dafür wird auf Basis des festgelegten Behandlungshonorars ein Finanzierungsantrag gestellt und die Finanzierung direkt über die Klinik abgewickelt. Alternativ können Sie die Finanzierung Ihrer Wunschbehandlung bspw. auch über unabhängige Anbieter, wie Lendico abwickeln.

Straffungsebenen beim Facelifting


Um eine Hautverjüngung im Gesicht zu erzielen, kann unterschiedlich vorgegangen werden. Zum einen kann an verschiedenen Stellen im Gesicht ein Facelifting durchgeführt werden, zum anderen kann die Straffung eher oberflächlich oder tiefgreifender sein. Während eine reine Hautstraffung nur von kurzer Haltbarkeit ist, kann durch ein mehrschichtiges Facelifting (z.B. SMAS) ein langanhaltender Straffungseffekt erzielt werden.

SMAS

Beim sogenannten Superficial Muscular Aponeurosis System (SMAS) Facelift wird nicht nur die Haut abgelöst und gestrafft, sondern darüber hinaus die darunter liegende Bindegewebsschicht sowie die oberflächliche Muskulatur. Dieser mehrschichtige Prozess hat mehrere Vorteile: zum einen kann dadurch ein natürlicheres Aussehen erreicht werden, zum anderen hält der Straffungseffekt länger an.

Midi-Facelift

Diese Form des Faceliftings ist umfangreicher als der Modellift, aber nicht so tiefgreifend wie der SMAS Facelift. Der Unterschied besteht darin, dass weniger Gewebe als beim SMAS abgelöst wird und der Eingriff dementsprechend schonender ist. Die Schnittführung stimmt mit der der genannten Techniken überein.

Kutanes Lifting / Modellift

Bei dieser Form des Facelifts wird nur die Haut vom darunter liegenden Gewebe gelöst und nach hinten bzw. oben gespannt. Der Hautüberschuss wird entfernt und die Haut oberflächlich gestrafft. Die tieferliegenden Strukturen bleiben beim kutanes Facelift unberührt.

Tiefes Lifting

Dieses tiefe, sogenannte subperiostale Lifting reicht noch weiter als der SMAS Facelift. Dabei werden auch tiefere Muskelschichten abgelöst und der gesamte Gewebeblock gestrafft und fixiert. Da diese Technik aber noch eine Straffungsebene tiefer geht, verheilen die Wunden langsamer und die Nervenbahnen laufen eher Gefahr in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Liposuktion / Lipofilling

Bei manchen Gesichtsstraffungen kann eine Fettabsaugung zusätzlich nötig werden. Bei der Liposuktion wird über dünne Kanülen im Hals- oder Wangenbereich überschüssiges Fett abgesaugt. In anderen Fällen kann es wiederum sein, dass abgesunkene Regionen wieder mit Fett aufgefüllt werden müssen. Für ein solches sogenanntes Lipofilling kann an anderen Körperstellen Fett entnommen und nach einer speziellen Aufbereitung wieder im Gesicht eingespritzt werden.

Facelift: Mögliche Risiken & Komplikationen


Neben Schwellungen, Blutergüssen, Taubheits- bzw. Spannungsgefühl und weiteren allgemeinen Operationsrisiken können einige spezifische Komplikationen auftreten, die speziell beim Facelift in Ausnahmefällen nicht ausgeschlossen werden können.


Wenn eine Stelle im Operationsgebiet nach dem Facelift stark anschwillt und sich die Haut blau verfärbt, besteht womöglich eine Nachblutung. Diese kann sich aufgrund eines erhöhten Blutdrucks, körperlicher Anstrengung, Aufregung oder ähnlichem ergeben. Tritt eine Nachblutung auf, muss in der Regel nochmals operiert werden, um die Blutung zu stillen.

Gefühlsstörungen der Haut sind nach einem Facelift oftmals an den Stellen vorhanden, wo die Haut abgelöst wurde. Diese legen sich, genau wie Vernarbungen des Unterhautfettgewebes, innerhalb weniger Wochen wieder.

Ein Facelift kann auch Haarausfall verursachen, wenn eine Durchblutungsstörung der Haarwurzeln vorliegt. Auch der Haaransatz kann aufgrund der Schnittführung in seltenen Fällen verlagert werden oder ein Facelift zu einer asymmetrischen Gesichtsform führen.

In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Durchblutungsstörungen der Haut - und im schlimmsten Fall - zu einem Absterben einiger Hautbereiche kommen. Während dafür vor allem bei Rauchern ein erhöhtes Risiko besteht, können Nervenverletzungen im Gesicht auch im Allgemeinen vorübergehende, selten auch dauerhafte Lähmungen hervorrufen.

Spezialisten für Faceliftings:

Moderne Facelifting Verfahren


Die Technik eines Faceliftings unterscheidet sich in der Regel nur hinsichtlich der Schnittführung bzw. insbesondere bzgl. der Straffungsebenen. Während bei manchen Formen des Faceliftings nur die Haut an sich gestrafft wird, kann durch eine Straffung der tieferliegenden Gewebe- und Muskelschichten ein langfristiger Straffungseffekt herbeigeführt werden. Da auf diese Eingriffe aber auch ein langer Abheilungsprozess folgt und sie wenig schonend sind, werden zunehmend minimal-invasive Verfahren (z.B. Fadenlifting, Aptos Lifting, endoskopisches Facelifting) entwickelt, durch die vor allem bei frühen Stadien der Hautalterung ein gleichwertiges Ergebnis erzielt werden kann.

Fadenlifting

Ein weiteres schonenderes und minimal-invasives Verfahren ist das sogenannte Fadenlifting, das allerdings noch selten angewandt wird. Wie beim endoskopischen Stirnlifting müssen hier nur sehr kleine Schnitte gesetzt werden, um das Gesicht zu straffen. Die Fäden werden unter die Haut eingeführt, verankern sich über ihre Widerhaken und straffen das Gewebe, indem in Wirkrichtung am Faden gezogen wird. Dabei unterscheidet man zwischen Fäden verschiedener Materialien, die in das Unterhautgewebe eingebracht werden können, um die Haut zu stützen und dadurch einen Straffungseffekt zu erzielen (z.B. Aptos Lifting, Goldfaden Lifting). Ein bekanntes chirurgisches Nahtmaterial ist der Goldfaden. Zudem können u.a. abbaubare Aptos Fäden, auflösbare Goretex Fäden oder andere Materialien zum Einsatz kommen. Für faltige, sehr schlaffe Haut ist dieses Verfahren allerdings nicht geeignet, da überschüssige Hautlappen beim Fadenlifting nicht operativ entfernt werden können. Zudem ist die Haltbarkeit der Methode fraglich und birgt ggf. ein höheres Risiko die Nerven zu schädigen, das Gewebe zu verdicken oder Infektionen hervorzurufen.

Endoskopisches Stirnlifting

Viele medizinische Verfahren werden mithilfe eines Endoskops durchgeführt und sind dadurch weniger invasiv als andere Techniken, bei denen das Operationsfeld offengelegt werden muss. Durch einen Hauteinschnitt wird das schlauchförmige Instrument unter die Haut eingebracht und das Bindegewebe angehoben. Um unter der Haut das Operationsfeld einsehen zu können, befindet sich eine Kamera an der Spitze des Endoskops. Diese Technik bietet sich vor allem für ein Augenbrauen- oder Stirnlifting an, da der Zugang zu diesem Bereich über Schnitte am Haaransatz erfolgen kann. Diese Methode, die aber auch in anderen Teilen des Gesichts angewandt werden kann, ist somit eine gute Alternative, um gegen die frühen Anzeichen der natürlichen Alterung anzugehen. Ist der Alterungsprozess der Haut bereits fortgeschritten, muss allerdings auf klassische Facelifting-Methoden zurückgegriffen werden.

Patienten über Ihre Facelifting Erfahrungen


"Meine unschönen Hängebacken samt ausgeprägter Lachfalten haben mich nur noch gestört. Da ich mich nur ein Mal unter das Messer legen wollte, wurde bei meinem Facelift die SMAS-Technik angewandt. Es war nicht ganz schmerzfrei, aber ich bin mit dem Ergebnis super zufrieden."

Silke, 49 – Friseurmeisterin
Midface-Lift in 2015

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