Intimchirurgie


Die weibliche Intimzone unterscheidet sich von Frau zu Frau. Allgemein können Frauen infolge von Schwangerschaften unter einer erschlafften Muskulatur im Intimbereich leiden oder beispielsweise genetisch bedingt zu große oder lange Schamlippen haben, so dass der Wunsch nach einer Intimkorrektur besteht. Zudem können sich bestimmte anatomische Veränderungen infolge von Geburten oder durch den natürlichen Alterungsprozess ergeben. Während manche ausschließlich aus ästhetischen Gründen an eine Intimkorrektur denken, können manche Fehlformen auch starke Schmerzen beim Sport oder Geschlechtsverkehr verursachen. Sowohl psychisches als auch physisches Leid können also Gründe für Intimchirurgie sein.

Intimkorrektur: Die Operation im Überblick


Eine Intimkorrektur dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Sie findet unter örtlicher Betäubung und nur in Ausnahmefällen unter Vollnarkose statt. Es ist eine ambulante Behandlung und mit keinem Klinikaufenthalt verbunden. Am Tag nach der Intimkorrektur ist bereits das Duschen wieder erlaubt und Patienten nach einer Woche wieder gesellschaftsfähig. Nach zwei bis drei Nachkontrollen ist nach ca. zwei Monaten das Endergebnis ersichtlich.

Intimchirurgie im Überblick


In der Intimchirurgie bestehen verschiedene Verfahren, die eine Korrektur anatomischer Abweichungen im Genitalbereich ermöglichen. Eingriffe, wie die Schamlippenverkleinerung, Hymenrekonstruktion oder Vaginalstraffung, können Schmerzen und Reibung mindern, das Lustempfinden steigern oder eine Symmetrie wiederherstellen. Die Operationen werden in der Regel ambulant und bei örtlicher Betäubung durchgeführt, können aber auch unter Dämmerschlaf oder Vollnarkose stattfinden. Ein Eingriff dauert ungefähr zwei Stunden und ist in der Regel sehr risikoarm. Neben allgemeinen Operationsrisiken wie Schwellungen, Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Infektionen besteht allerdings das Risiko die Nerven oder Blutgefäße im Intimbereich in Mitleidenschaft zu ziehen.


Die Schamlippen (Labien) können sowohl verkleinert als auch vergrößert werden. Die häufigste Korrektur im Intimbereich ist bei Frauen allerdings die sogenannte Labienreduktion, die Schamlippenverkleinerung. Grund für diesen Eingriff ist in der Regel sowohl der Wunsch nach einer ästhetischen als auch nach einer funktionellen Optimierung im Intimbereich. Denn infolge hormoneller Veränderungen oder aufgrund genetischer Veranlagung können sich Patientinnen in ihrem Alltag aufgrund anatomischer Abweichungen im Intimbereich beeinträchtigt fühlen und sogar unter starken Schmerzen leiden. Im Idealfall bedecken die äußeren die inneren Schamlippen vollständig und sind gleichmäßig geformt. Ist dies nicht der Fall kann operativ eine Schamlippenverkleinerung vorgenommen werden. Dafür entfernt der Arzt überschüssiges Hautgewebe und versetzt häufig zusätzlich die Klitoris in Richtung Vaginaleingang, um die Stimulationsfähigkeit zu verbessern.

Die Vagina kann mit zunehmendem Alter an Straffheit und Elastizität verlieren. Bei einer Vaginalstraffung wird überschüssiges Hautgewebe an der Scheide entfernt. Soll durch den Eingriff eine Verengung erzielt werden, besteht darüber hinaus die Möglichkeit dies durch eine Vaginalunterspritzung mit Eigenfett zu ermöglichen. Ist bei der Patientin darüber hinaus die Beckenbodenmuskulatur beeinträchtigt, kann eine zusätzliche Straffung dieser Muskulatur wieder zu einem größeren Lustempfinden führen.

Mithilfe eines ästhetisch-plastischen Eingriffs können sich Patientinnen neben anderen Intimkorrekturen auch ein gerissenes oder geweitetes Jungfernhäutchen nähen lassen. Der Wunsch danach besteht in der Regel aus kulturellen Gründen bei Frauen islamischen Glaubens und ist ethisch umstritten. Bei dem Eingriff werden kleine Schnitte am inneren Rand der Vagina gesetzt, die Schleimhaut nach innen gezogen und mit einer kleineren Öffnung neu vernäht. Durch die Hymenrekonstruktion kann jedoch nicht garantiert werden, dass beim darauffolgenden Geschlechtsverkehr eine Blutung eintritt, da dies auch bei einem unversehrten Jungfernhäutchen nicht der Fall sein muss.

Der gegenteilige Eingriff zur Schamlippenverkleinerung ist die Schamlippenvergrößerung, die durch Eigenfettaufspritzung erreicht werden kann. Dazu wird an einer anderen Körperstelle Fett entnommen und zum Aufbau der Schamlippen in diese injiziert. Alternativ kann eine Vergrößerung mithilfe von Hyaluronsäure oder Kollagen herbeigeführt werden.

Kosten & Finanzierung einer Intimkorrektur


Behandlung Preise
Intimkorrektur Kosten ab 1.500 € bis ca. 3.500 €
Kosten Beratungsgespräch ab 30 € bis ca. 80 €

Bei rein ästhetisch-plastischen Eingriffen übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht, da keine medizinische Notwendigkeit für den jeweiligen Eingriff vorliegt. Die Patienten müssen die Kosten in diesem Fall komplett selbst tragen, auch für Folgeoperationen. Nur wenn eine medizinische Indikation für den Eingriff besteht, übernimmt die jeweilige Krankenkasse ggf. anteilig die Kosten.

Nicht alle Patienten können die Kosten für eine Intimkorrektur auf einmal begleichen. Für sie besteht jedoch die Möglichkeit die Behandlung in Raten zu bezahlen. Dafür können sie entweder selbst, zum Beispiel über Lendico, einen Kreditantrag stellen oder die Behandlung über den Kreditpartner der jeweiligen Klinik finanzieren. Dafür wird im Beratungsgespräch ein Kostenvoranschlag erstellt und auf Basis dessen der Finanzierungsantrag zur Prüfung an den Kreditpartner übergeben.

Intimkorrektur: Mögliche Risiken


Wird eine Intimkorrektur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt, ist sie, wie die meisten anderen ästhetisch-plastischen Operationen, sehr risikoarm. Zu den generellen Risiken, die bei jeder Operation auftreten können, zählen Wundheilungsstörungen, Schwellungen, Blutungen oder Infektionen im Operationsgebiet. In der Intimchirurgie kann es allerdings aufgrund der zahlreichen Blutgefäße und Nerven in Ausnahmefällen zu kleineren Komplikationen kommen. Dabei kann es sich um Nachblutungen, Asymmetrien oder auffällige Narbenbildung handeln. Auch Schmerzen und Gefühlsstörungen im Intimbereich können infolge einer Intimkorrektur nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

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