Fettabsaugung (Liposuktion)


Der Körper lagert bei Frauen und Männern an unterschiedlichen Stellen vermehrt Fett ab, so dass sich unschöne Fettablagerungen herausbilden können. Auffällig schwer verdeckbare Stellen stören die Patienten, die sich in der Regel aus rein ästhetischen Gründen für eine Fettabsaugung (Liposuktion) entscheiden. Durch einen operativen Eingriff können überschüssige Fettansammlungen in der Regel dauerhaft beseitigt werden. Da durch Fettabsaugen jedoch maximal 5 Liter Fett entnommen werden können, ist eine Fettabsaugung nicht zur allgemeinen Gewichtsminderung geeignet. Stattdessen soll der Körper an den gewünschten Stellen neu modelliert werden und dabei harmonische Köperkonturen entstehen.

Fettabsaugung: Optimale Voraussetzungen


Für das Behandlungsergebnis einer Fettabsaugung ist vor allem der Zustand der Haut bedeutend, da sich nur eine noch relativ straffe und elastische Haut nach dem Eingriff wieder gut an den Körper anlegen kann. Dementsprechend ist nicht das Alter an sich ausschlaggebend, sondern vielmehr der Elastizitätsgrad bzw. die Schrumpfungsfähigkeit der Haut, um letztlich glatte Konturen zu erzielen. Patienten müssen jedoch mindestens 18 Jahre alt sein und Frauen dürfen weder schwanger sein noch stillen. Patienten, die sich für eine Fettabsaugung interessieren, sollten darüber hinaus einen guten gesundheitlichen Allgemeinzustand und ein stabiles Gewicht vorweisen können.

Fettabsaugung: Die Operation im Überblick


  • Dauer einer Fettabsaugung (Liposuktion): 1-3 Stunden
  • Art der Betäubung: Vollnarkose (selten), Regionalanästhesie, Tumeszenz Lokalanästhesie (TLA)
  • Klinikaufenthalt: ambulant, selten stationär
  • Drainagen-Entfernung: nach ca. 3 Tagen
  • Verband-Entfernung: 1 Tag nach der OP
  • Duschen erlaubt: nach Verbandentfernung
  • Thrombose-Prophylaxe: ca. eine Woche
  • Fäden ziehen: nach knapp 2 Wochen
  • Lymphdrainage: ggf. nach ca. 2 Wochen
  • Kompressionsverband: dauerhaft für 6 Wochen
  • Schmerzen: Muskelkater-ähnlich, Schwellungen, Spannungsgefühl
  • Gesellschaftsfähig: nach ca. einer Woche
  • Endergebnis sichtbar: nach ca. 3 Monaten
  • Fettabsaugung Kosten: ab 5.000 € - ca. 7.000 €, eine Zone ab 1.500 €

Techniken der Fettabsaugung


Je nach Umfang der gewünschten Fettabsaugung (Liposuktion) variiert die Dauer des Eingriffs. Die gängigste Methode ist heutzutage die der Fettabsaugung (Liposuktion) mit Tumeszenz-Lokalanästhesie, einem lokal wirksamen, mit Kochsalzlösung vermischten Betäubungsmittel, das an der gewünschten Stelle unter das Fettgewebe gespritzt wird. Um die Tumeszenzlösung einspritzen und das Fett daraufhin leichter absaugen zu können, werden an unauffälligen Stellen kleine Hautschnitte (max. 5 mm) gesetzt und darüber Kanülen eingeführt. Sobald die Betäubung nach ca. einer halben Stunde wirkt, kann das Fettgewebe über die Kanülen abgesaugt werden. Um diese möglichst effizient und schonend durch das Bindegewebe zu führen, bedarf es allerdings einiger Erfahrung. Abschließend werden die Schnitte mit feinen Nähten verschlossen. In der Regel sollten nach einer Fettabsaugung keine überschüssigen Hautlappen zurückbleiben, da die Haut aufgrund der inneren Vernarbung und Elastizität schrumpft und sich der neuen Form anpasst.


Das laserunterstützte Verfahren zur Fettabsaugung wird auch SmartLipo genannt und nimmt pro Sitzung in der Regel 15 bis 20 Minuten in Anspruch. Dabei wird eine sehr dünne Kanüle mit einem Laserstrahl in die Fettschicht eingebracht, die Wärmeenergie erzeugt. Wenn diese vom Laserstrahl ausgehende Wärme auf die Fettzellen trifft, verflüssigen sich diese. Das hat, wie bei anderen Fett-verflüssigenden Methoden den Vorteil, dass sich das Fett im flüssigen Zustand leichter absaugen lässt. Da das Laserlicht die Blutgefäße verschließt, entstehen bei diesem Eingriff weniger Schwellungen und Blutungen unter der Haut. Vor allem bei kleineren Fettdepots eignet sich die Methode, da sie mit einer Laserlipolyse ohne Vollnarkose entfernt werden können. Übersteigt das Ausmaß der Fettabsaugung jedoch ca. 500 ml Fett, muss diese Menge in mehreren Sitzungen angegangen werden.

Beim sogenannten Bodytite Verfahren wird mit Radiofrequenz gearbeitet, einer der neuesten Techniken zur Fettabsaugung. Wie bei der Laserlipolyse kommt hier auch präzisionsgesteuerte Wärmeenergie zum Einsatz. Statt des Lasers sorgen allerdings Radiowellen dafür, dass die Fettzellen so bearbeitet werden, dass sie abgesaugt werden können. Dafür wird eine feine Kanüle mit einer Elektrode versehen und in die Fettschicht unter der Haut eingeführt. Diese Elektrode erzeugt die Radiowellen, durch die Wärmeenergie in das Fett- und Unterhautgewebe gesendet wird. Gleichzeitig wird eine weitere Elektrode außen angesetzt, um die Temperatur der Haut zu kontrollieren und Überhitzungen auszuschließen. Die Radiowellen sorgen aber nicht nur dafür, dass das Fett leichter abgesaugt werden kann, sondern rufen zudem eine Neubildung von Kollagengewebe hervor und haben somit einen hautstraffenden Effekt. Da durch Bodytite sowohl schwierige Körperregionen behandelt als auch große Mengen an Fett abgesaugt werden können, bietet dieses Verfahren sowohl die Vorteile der laserunterstützten Fettabsaugung (Liposuktion) als auch die herkömmlicher Verfahren.

Bei der Wasserstrahltechnik (WAL) werden die Fettzellen mit einem Wasserstrahl aus dem Gewebe gelöst und abgesaugt. Nicht nur der Wasserstrahl macht diese Methode besonders schonend, sondern auch die deutlich geringere Menge an Tumeszenzlösung, die bei dieser Methode zum Einsatz kommt. Zudem ist der Eingriff insgesamt kürzer, da die Einwirkzeit für die betäubende Lösung sehr viel kürzer ausfällt.

Bei der Ultraschall-Methode (UAL) wird eine spezielle Sonde über die Kanüle in das Fettgewebe eingeführt. Diese setzt Energie frei und zerstört die Fettzellen, die sich dadurch verflüssigen. Daraufhin wird das Fett abgesaugt. Vorteil dieser Methode zur Fettabsaugung ist insbesondere, dass sie sich an Stellen mit eher festem Gewebe gut eignet (z.B. am Rücken). Allerdings ist hier sehr wichtig, dass die Sonde ständig in Bewegung ist, da es sonst zu Verbrennungen im Gewebe kommen kann. Da die Kanülen hier einen größeren Umfang haben, kann der Operateur nicht so präzise arbeiten wie bei anderen Methoden und läuft leichter Gefahr die Nerven während des Eingriffs zu schädigen.

Ein weiteres Verfahren, bei dem das Fett im Rahmen des Eingriffs vor der Absaugung verflüssigt wird, nennt sich Lipopulsing. Für die Verflüssigung sorgt hier nicht die Wirkung des Ultraschalls, sondern die der elektrischen Impulse. Diese werden über sehr feine Kanülen an das Fettgewebe ausgesendet, um die Zellwände durch die sehr hohe Frequenz zu zerstören und das Fett dadurch vor der Absaugung zu verflüssigen.

Eine Fettabsaugung (Liposuktion) durch Vibration wird auch Rütteltechnik oder power-assistierte Liposuktion (PAL) genannt. Während das herkömmliche Verfahren zur Fettabsaugung auf den rhythmischen Bewegungen des Operateurs beruht, vibriert die Kanüle bei dieser Technik elektronisch bis zu 80 Mal pro Sekunde. Dies ist nicht nur für das Gewebe schonender, sondern auch für den Patienten kaum wahrnehmbar. Darüber hinaus können auch eher schwierige Stellen, wie die Knie oder Waden, mit dieser Technik angegangen werden. Allerdings lässt sich aufgrund der Vibration schwieriger feststellen, ob ein Widerstand getroffen wurde. Dies kann zum Beispiel Muskelgewebe sein, das von dem Eingriff nicht in Mitleidenschaft gezogen werden sollte.

Fettabsaugung: Kosten & Finanzierung


Behandlung Preise
Fettabsaugung Kosten für 1 Zone (z.B. Bauch) ab 2.000 € bis ca. 4.000 €
Fettabsaugung Kosten für 2 Zonen ab 3.000 € bis ca. 4.500 €
Fettabsaugung Kosten für 3 Zonen ab 3.000 € bis ca. 6.000 €
Fettabsaugung Kosten für 4 Zonen ab 5.000 € bis ca. 8.000 €
Beratungsgespräch Kosten ab 30 € bis ca. 80 €

Besteht der Wunsch nach einer Fettabsaugung (Liposuktion) aus rein ästhetischen Gründen, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen. Patienten sollten jedoch im Hinterkopf behalten, dass sich die Kosten aus verschiedenen Faktoren zusammensetzen, wie der Vor- und Begleituntersuchung, (z.B. internistische Tauglichkeits-Feststellung, Untersuchung durch den Narkosearzt, ggf. Röntgenbilder) den eigentlichen Kosten für die Operation und möglichen Folgebehandlungen aufgrund von Komplikationen. Nur wenn eine medizinische Notwendigkeit für die Operation vorliegt (z.B. Lipödem), werden die Kosten ggf. anteilig von der Krankenkasse übernommen.

Kann der Patient die Kosten einer Fettabsaugung nicht direkt begleichen, bieten Kliniken oft die Möglichkeit an die Wunschbehandlung durch zinsgünstige Monatsraten zu finanzieren. Diese können den finanziellen Möglichkeiten des Patienten individuell angepasst und die gesamte Finanzierung oftmals einfach über die jeweilige Klinik abgewickelt werden. Ganz einfach können Sie sich auch selbst bei Lendico informieren und darüber einen günstigen Kredit für Ihre Fettabsaugung beantragen.

Fettabsaugung: Was ist vorher und nachher zu beachten?


Vor der Fettabsaugung

  • ölige Dusch- und Badezusätze vermeiden, nicht eincremen
  • Rasur der äußeren Schambehaarung vor der Fettabsaugung
  • möglichst kein Nikotin- und Alkoholkonsum 2 Wochen vor der OP
  • Entfernen von Körper-Piercings und Metallschmuck
  • keine Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente (u.a. Aspirin)

Nach der Fettabsaugung

  • viel Trinken in den ersten Tagen nach der Fettabsaugung
  • Verhinderung von Schwellungen durch Eisbeutel
  • erste Mobilisation und geringfügige Bewegung wichtig
  • mind. 4 Wochen: Vermeidung jeglicher körperlicher Tätigkeit
  • mind. 3 Monate: keine Saunagänge, Infrarotkabinen, Solarium etc. bis zum Abklingen der Schwellungen und Blutergüsse
  • mind. 6 Monate: keine direkte Sonnenbestrahlung der Narben

Fettabsaugung: Risiken & Kompliktationen


Neben den allgemeinen Operationsrisiken, die bei umfangreichen Eingriffen unter Vollnarkose nicht ausgeschlossen werden können (Wundheilungsstörungen, Nachblutungen, Schwellungen, Narbenbildung, Blutergüsse, Infektionen), bestehen bei einer Fettabsaugung behandlungsspezifische Risiken, die in seltenen Fällen auftreten können:


  • Flüssigkeitsverlust, vor allem bei großflächigen Fettabsaugungen
  • Ansammlung von Lymph- und/ oder Gewebeflüssigkeit (Serombildung)
  • Bei Schwachstellen in der Bauchdecke, kann es bei einer Fettabsaugung im Bauchbereich zu einer Verletzung innerer Organe (Lunge, Rippenfell) kommen
  • Wird Fett an der Oberschenkelaußenseite abgesaugt, kann dies ggf. zu einer Vertiefung der Pofalte führen
  • Venen bzw. Besenreiser können nach einer Ausdünnung des Fettgewebes noch sichtbarer werden
  • Hautunregelmäßigkeiten (z.B. Dellen) können infolge der Operation oder auch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Ist die Haut nicht mehr elastisch genug, um sich selbst den neuen Konturen anzupassen, muss ggf. eine hautstraffende Operation nachgezogen werden
  • Gefühlsstörungen (z.B. Taubheitsgefühl)
  • Fettembolie: Gelangen Fettpartikel in den Blutkreislauf, können sie zu einer Verstopfung der feinen Lungengefäße (Kapillaren) führen
  • Fettgewebsnekrose: Entzündet sich das Fettgewebe, können Teile des Gewebes absterben und ggf. eine operative Korrektur nach sich ziehen

Spezialisten für Fettabsaugung:

Fettreduktion ohne Operation


Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich zur Fettreduktion eignen, ohne dass dafür ein operativer Eingriff notwendig ist. Allerdings kann damit in der Regel nur eine Fettreduktion im kleineren Ausmaß erreicht und auch nur bestimmte Körperregionen damit angegangen werden. Obwohl für diese Verfahren noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen, sollen sowohl die Kryolipolyse als auch die Injektionslipolyse in diesem Zusammenhang einmal vorgestellt werden.

Kryolipolyse und Injektionslipolyse

Kryolipolyse

Die Kältetherapie wurde ursprünglich zur Schmerzbehandlung in der Medizin entwickelt und angewandt. Allerdings hat der Einsatz von Kälte bereits weitere medizinische Bereiche erobert und wird mitunter gerne im ästhetischen Bereich angewandt. Da bestimmte Fettzellen empfindlich auf extreme Kälte reagieren, sterben sie nach einigen wenigen Monaten ab und werden durch das Lymphsystem aus dem Körper ausgeschieden. Dafür wird das Fettpolster in einer Problemzone für ungefähr eineinhalb Stunden eingefroren. Dieser Prozess findet in Intervallen statt und die Haut ist dabei geschützt, um Kälteschäden zu vermeiden. Obwohl die Kryolipolyse an fast allen Körperstellen eingesetzt werden kann, ist sie nicht für eine größere Gewichtsreduktion geeignet. Stattdessen sollten damit kleinere Problemzonen oder Straffungswünsche angegangen werden.

Injektionslipolyse

Eine weitere Möglichkeit um kleinere Fettpolster dauerhaft ohne operativen Eingriff zu entfernen, ist die sogenannte Fett-weg-Spritze. Dabei wird eine fettlösende Substanz in die zu behandelnde Körperregion eingespritzt, die aus bestimmten Wirkstoffen besteht, die im Körper natürlich vorhanden sind und die Fettverdauung fördern. Um möglichst präzise Fett abzubauen, wird die Substanz mit einer sehr feinen Nadel in geringen Mengen in das Fettdepot injiziert. Das Fett wird daraufhin zersetzt und über das Lymphsystem aus dem Körper ausgeschieden. Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, wird das knapp halbstündige Verfahren zwei bis vier Mal im monatlichen Abstand wiederholt. Wie bei anderen nicht operativen Verfahren eignet sich die Injektionslipolyse aber nicht für große Fettareale, sondern lediglich für kleinere Fettablagerungen.

Der Ratgeber zum Thema Fettabsaugung


  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
  • Welche Behandlungen & Methoden gibt es?
  • Worauf muss ich bei der Vor- & Nachsorge achten?
  • Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
  • Was sind die Risiken einer Fettabsaugung?
  • Was sollte beim Beratungstermin geklärt werden?
  • Woran erkenne ich einen guten Arzt?
  • Wie finde ich einen vertrauenswürdigen Arzt?

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